Ein Wochenende in Lyon

Lyon nennt sich selbst Weltstadt der Gastronomie! Kein Wunder, die Stadt ist geprägt vom 2018 verstorbenen Sternekoch Paul Bocuse. Er gilt als Wegbereiter der Nouvelle Cuisine und als einer der besten Köche des 20. Jahrhunderts. 

Fährt man, wie ich, mit dem TGV nach Lyon, kann man einen kurzes Blick auf sein berühmtes und kunterbuntes 3-Sterne Restaurant L´Auberge du Pont de Collonges am Saône-Ufer werfen. 

Aber auch Liebhaber der guten Küche mit etwas kleinerem Geldbeutel können in Lyon auf den Spuren von Paul Bocuse wandeln. So habe ich mich, während es draussen regnete, durch die Markthallen von Lyon geschlemmt. Von regionalen Spezialitäten bis hin zu Meeresfrüchten aller Art gibt es alles was das Gourmetherz begehrt. Eine typisch Lyonesische Spezialität, die allein schon rein farblich jedem ins Auge springt, ist die rosa Brioche Saint Génix gespickt mit Pralines Roses de Lyon aus karamellisierten Mandeln. 

Für mein Wochenende in Lyon hatte ich mir im Arrondissement 3 ein kleines Appartement gemietet. Denn Lyon ist zu Fuss und mit den ÖV genial zu erkunden. Die Metro fährt im 5 Minuten Takt und man ist in wenigen Minuten im Zentrum. Gerne möchte ich Euch das 48 Stunden Ticket für ca. 11€ empfehlen, mit dem ihr nicht nur kreuz und quer durch Lyon fahren, sondern auch die Zahnradbahn von "Vieux Lyon" nach "Fourvière" zur Basilika Notre-Dame de Fourvière nutzen könnt.

Lyon bietet weiters auch noch Leihräder und -trottinette von LIME an: Einfach die APP runterladen, Kreditkarte hinterlegen und los gehst. 

 

Beginnt Eure Städteerkundungstour doch erstmal mit einem Gang ins Office de Tourisme am Place Bellecour. Dort könnt ihr für 10€ am Tag einen Audioguide für zwei Touren (eine durch die Altstadt von Lyon und eine durch das Croix-Rousse) ausleihen.

 

Ich entschied mich für die Tour durch Vieux-Lyon, die Altstadt. Typisch für die Altstadt Lyons sind die kleinen Durchgänge durch Innenhöfe von Häusern und Verbindungen zwischen zwei Gassen, die Traboules. Das Schlendern durch die Altstadt wird somit liebevoll "traboullieren" genannt. 

Mit dem Audioguide könnt ihr noch viel mehr über Lyon erfahren, über die Eigenheiten einzelner Stadtteile und deren Bewohner, warum die typischen Gasthäuser Lyons Bouchon heissen oder warum die Lyonesen gerne mal behaupten, ihre Basilika würde aussehen, wie ein Elefant, der auf dem Rücken liegt.

Die Basilika Notre-Dame de Sourverière thront über der Altstadt von Lyon. In der Nacht ist sie wunderschön beleuchtet und man kann vom Saôneufer, mit seinen vielen schönen Brücken, einen spektakulären Ausblick geniessen. 

Doch der Ausblick von oben, über die Dächer Lyons und bei gutem Wetter bis hin zum Mont Blanc und den Alpen, ist fast noch unvergesslicher. Nimm am Besten die Zahnradbahn von der Metro Haltestelle "Vieux Lyon" und fahre in wenigen Minuten zur Basilika.

Dort oben gibt es noch viel mehr zu erkunden, wie zum Beispiel das Amphitheater. Auf dem Rückweg kannst Du durch die botanischen Gärten schlendern und den Blick auf die Insel des 2. Arrondissements geniessen. Der moderne Teil der Stadt, mit der Oper, dem Rathaus und dem Musée de beaux arts, ist umgeben von Saône und Rhône.

Wie es meist so ist mit einem Wochenendtrip, die Zeit geht viel zu schnell vorüber. 

Aber eines steht für mich fest: Lyon ist eine tolle Stadt, mit viel Lebensfreude und Genuss. Ich werde garantiert wieder nach Lyon reisen und Euch natürlich auch davon berichten.


Reisebotschaften aus aller Welt

Meine tiefste Überzeugung ist, dass jede Reise, die wir im Leben antreten, egal, wie die Destination heisst, unser innerstes Selbst zum Ziel hat. Wir erfahren viel über uns, über unsere Ängste, Träume, Stärken und Vorlieben. Und wie das Leben so spielt, bekommen wir auf unseren Reisen immer wieder auch Situationen zugespielt, aus denen wir lernen können. Erfahrungen, die es gerade benötigt, um die nächste wichtige Erkenntnis im eigenen Leben treffen zu können und daran zu wachsen. 

Meistens ist es doch so, dass wir die Botschaften des Lebens nicht wirklich bewusst wahrnehmen, wenn wir in unserem Alltagstrott gefangen sind. Wir sind Meister darin, unseren Alltag so zu gestalten und mit Programm vollzupacken, dass wir uns um das Wesentliche, um uns Selbst nicht kümmern müssen.

Auf meinen Reisen bin ich meist alleine unterwegs. (Oder besser gesagt, ich starte sie meist allein. Aber glücklicherweise treffe ich recht schnell auf Andere.) Aber es gibt auch viele ruhige und friedvolle Momente für mich, ohne Ablenkungen, in denen ich die Erfahrungen, die ich auf dieser oder jener Reise mache, reflektieren, auf mich wirken lassen und mich über eine neue Erkenntnis erfreuen kann.

So prägt und verändert mich jede Reise und bringt mich wieder ein Stück mehr zu mir Selbst.

Auch dieses Jahr bin ich wieder ganz im Zeichen von "I free myself" unterwegs und möchte meine Erfahrungen und Erkenntnisse gerne mit Euch teilen mit meinen "Reisebotschaften" aus aller Welt. 

Hier findet ihr den ersten meiner Podcasts, in dem ich in Lyon lernen durfte "Nein" zu sagen. 

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